Hermann , 30.03.2010 15:07:37
Der fünfte Floh Wein-Cup ist entschieden: Österreichs sportlichster Weinpreis geht
an die Straßer Hotspurs. Zum Triumph führten vier ebenso hochdramatische wie
delikate Achtelfinali und ein ebensolcher Finalabend.
Nach vier Achtelfinali und dem Floh Wein-Europacup fand im Langenlebarner Stadion,
auch bekannt als Gastwirtschaft Floh, der Abschluss der fünften Floh Wein-Cup-Saison
statt: das große Finale. Um den Floh Wein-Cup-Sieg spielten wie jedes Jahr die vier
Gewinner der Vorrunden – diesmal Bisamberg United, Wacker Großriedenthal, Blau-Weiß
Oggau und die Straßer Hotspurs. Den Sieg trug das Winzerteam aus Straß davon. „Ein
verdienter Sieger“, analysiert Chefanalytiker Pepperl Flohaska. „Straß hat mit
riskantem und offensivem Spiel gepunktet und vor allem im Hauptgang großen Mut
bewiesen.“ Im Rotwein-Gang schickten die Straßer nämlich als einziges Team einen
Weißen ins Spiel und holten damit die vorentscheidenden Punkte. „Ein derartiger
Angriff zeugt von hoher Offensivkraft und großem taktischen Geschick.“
Anpfiff: Straß setzt klares Zeichen
Zu Kalbskopf-Crostini mit Schaffrischkäse brillierten die Straßer Hotspurs schon im
ersten Gang. Mit 286 Punkten gelang den Niederösterreichern mit Martin Arndorfers
2008 Grüner Veltliner „Die Leidenschaft“ der erste Treffer des Abends. Ein knapper
Sieg: Großriedenthals 2009 Sauvignon Blanc von Karl Schuster lag nur vier Punkte
dahinter.
Wacker Großriedenthal gleicht aus
Doch dann der Konter der Niederösterreicher: Zu Huchen und Radieschen-Ruccola-Gemüse
holte der 2009 Grüne Veltliner von Josef Bauer 312 Punkte für Wacker Großriedenthal.
Fruchtig und erst seit drei Wochen in der Flasche – ein toller Erfolg für diesen so
jungen Spieler.
Und dann: der alles entscheidende Hauptgang
Dramatik dann im Hauptgang: drei Rote gegen einen Weißen. Bisamberg United schickte
seinen 2007 Zweigelt Reserve von Josef Deutsch aufs Feld und sicherte seinem Team
mit 283 Punkten den Rundensieg. Dennoch sollte es die alles entscheidende Szene für
die Straßer Hotspurs sein: Denn mit ihrem riskanten Entschluss, als einzige
Mannschaft einen Weißwein in diese rote Runde zu schicken, machten die Straßer alles
richtig. Der 2007 Grauburgunder Hasel von Michaela Haas verfehlte mit 275 Punkten
den Rundensieg nur knapp – fällte aber die Vorentscheidung für den Gesamtsieg.
Oggau gibt zum Schluss nochmal alles
Blau-Weiß Oggau zeigte in der letzten Runde zu Griesknödel und Pastinaken Caramel
nochmal alles, was es an Spielkunst zu bieten hat, und schickte seine große
Hoffnung, den 2005 TBA von Christian Rainprecht, auf den Rasen. In den Kampf um den
Gesamtsieg konnten die bereits zurückliegenden Burgenländer damit aber nicht mehr
eingreifen.
Straß gewinnt
Nach akribischer Auszählung der Stimmen durch Starschiedsrichter Giuseppe Flohlina
dann die Bekanntgabe des Endergebnisses: die Straßer Hotspurs haben den fünften Floh
Wein-Cup für sich entschieden. Im überkochenden Stadion durfte sich Teamkapitän Hans
Topf ausgiebig feiern lassen. Und verkündete: „Heute hätte jede Mannschaft gewinnen
können. Dass wir gewonnen haben, macht mich aber nicht traurig.“ Sein Resümee: „Den
Floh Wein-Cup zu gewinnen ist schön. Aber eigentlich war heute Abend jeder Anwesende
ein Gewinner – die Mannschaften, die Fans und jeder einzelne Gast!“
Das Floh Wein-Cup-Finale in Kürze:
• Wer spielte: Bisamberg United (Kapitän Roman Josef Pfaffl jun.), Blau-Weiß Oggau
(Kapitän Eduard Tscheppe), Straßer Hotspurs (Kapitän Hans Topf) und Wacker
Großriedenthal (Kapitän Karl Diwald jun.)
• Was geschah: Die Siegerteams der vier Achtelfinali kämpften beim Floh
Wein-Cup-Finale 2010 im Stadion von Langenlebarn um den flohischen Pokal. Zu jedem
Gang durfte das Publikum dabei die Weine der Teams blindverkosten – und musste dann
den besten, zweit-, dritt- und viertbesten bestimmen. Die Punkte wurden
zusammengezählt und bestimmten schlussendlich den Sieger des Abends.
• Wo wurde gespielt: im Stadion von Langenlebarn, außerhalb der Spielsaison auch als
Gastwirtschaft Floh bekannt.
• Sieger: Straß im Straßertale („Straßer Hotspurs“)