Das Organ für das Schmecken ist die Zunge. Die Zunge unterscheidet aber nur vier Geschmacksempfindungen: süß (Zungenspitze), salzig (seitlich-vorne Teil des Zungenrandes), sauer (seitlich-hintere Teil des Zungenrandes), bitter (hintere Teil der Zunge). Alle anderen wahrgenommenen Empfindungen werden beim Ausatmen durch den Geruchsinn bemerkt.
| Sauer | Süß | Bitter | |
| Positiv | mild, frisch, rassig, säurebetont | trocken, halbtrocken, lieblich, süß, edelsüß |
samtig, zartherb, herb |
| Negativ | schal, hart, sauer, unreif | plump, dicksüß, süß-sauer | verschlossen, adstringierend, rauh, bitter |
ist das Gleichgewicht zwischen Säure und den übrigen Komponenten, wie Restzucker, Alkohol und Extraktstoffe.
| Positiv | rustikal, ehrlich, markant, harmonisch, fruchtig, finessenreich, elegant |
| Negativ | klein, unharmonisch, derb, ausdruckslos, unsauber |
| Positiv | jung, ausgebaut, reif, edelfirnig |
| Negativ | streng, unfertig, abgebaut, firnig, tot |
ist der Gehalt an Stoffen, die beim Verdampfen zurückbleiben, das sind Glycerin, alle nichtflüchtigen Säuren und die nichtflüchtigen Säuren sowie Restzucker.
| Positiv | schlank, füllig, kompakt, extraktreich |
| Negativ | leer, dünn, breit |
| Positiv | leicht, kräftig, schwer |
| Negativ | mager, brandig |
wird durch die jeweilige Rebsorte geprägt.
Einige Beispiele:
ist der geschmackliche Nachklang, auch "Schweif" genannt. Hat man nach 3-4 Sekunden noch immer einen intensiven, anhaltenden und gleichen Geschmack, spricht man von einem kurzen Abgang, circa 8 Sekunden von einem guten oder mittleren Abgang, bei 12 oder mehr Sekunden von einem langen Abgang.